Am 15.04.2014 kamen Vertreterinnen und Vertreter des Mieterbeirates, des Bürgervereins, der Seniorenvertretung und des Mietervereins sowie SPD-Ratskandidat Rafael Struwe mit Jochen Ott, Aufsichtsratschef der GAG sowie Vorstandsmitgliedern und anderen Verantwortlichen der GAG zusammen. Es wurden verschiedene zentrale Aspekte der geplanten Modernisierungsmaßnahmen besprochen.

An vielen Stellen konnten Fragen geklärt werden, die den Mietern besonders auf den Nägeln brennen. So sagte die GAG zu, dass nach wie vor Einwände wegen sozialen Härten möglich sind – auch wenn die gesetzlichen Fristen strenggenommen bereits abgelaufen sind. Auch wurde zugesagt, beim besonders kontroversen Thema Badmodernisierung noch einmal Einzelbegehungen und Gespräche mit den Mietern durchzuführen und danach im Einzelfall zu entscheiden. Auch was den weiteren Ablauf der Maßnahmen und der Gespräche mit den Mietern angeht, wird die GAG in der nächsten Zeit die Mieter erneut informieren, um die nach wie vor vorhandenen Unsicherheiten abzubauen.

Kontrovers diskutiert wurde auch der geplante Einbau von Sprossenfenstern. Hier bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich der Erforderlichkeit und der energetischen Notwendigkeit. Die GAG-Vertreter wiesen hier insbesondere auf die strengen Vorgaben der Denkmalschutzbehörde hin. Zudem sei ein Austausch innerhalb einiger Jahre ohnehin erforderlich. Auch wurde betont, dass nur ein Teil der dafür erforderlichen Kosten überhaupt auf die Mieter umgelegt wird und selbst ein Verzicht auf die Maßnahme sich auf die Kosten für die Mieter kaum auswirken würde. Hier sollen aber noch einmal präzise Daten vorgelegt werden, damit die Einzelheiten nachvollzogen und überprüft werden können.

„Wir begrüßen ausdrücklich die Gesprächsbereitschaft der GAG-Vertreter. Für uns stand immer außer Frage, dass eine Sanierung des betroffenen Bestands dringend erforderlich und begrüßenswert ist. Entscheidend ist für uns aber, dass dabei alle betroffenen Mieter mitgenommen werden. Die Maßnahmen müssen im Dialog mit den Mietern und unter Berücksichtigung der sozialen Situation stattfinden. Es ist ganz entscheidend dass insbesondere den älteren Mietern und denen mit geringem Einkommen deutlich gemacht wird, dass sie keine Angst haben müssen, ihre Wohnungen nicht mehr bezahlen zu können. Auf diesem Weg sind wir einen Schritt weiter gekommen.

Ein weiterer wichtiger sozialer Aspekt bleibt für uns, dass auch nach Abschluss der Maßnahme bei Neuvermietungen ein nennenswerter Anteil von Wohnungen mit geringer Miete angeboten wird. Zollstock muss ein Stadtteil bleiben, in dem auch Menschen mit geringem Einkommen ein Zuhause finden können! Hier werden wir erneut das Gespräch suchen, um Wege zu finden, auf denen dies erreicht werden kann. Unser Ziel ist, dass nach der Modernisierung auch bei Neuvermietungen ein Anteil von 30 % der Wohnungen auf dem Niveau des sozialen Wohnungsbaus angeboten wird.“ – So Rafael Struwe, Ratskandidat der SPD für Zollstock und Raderberg.

 

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