Regelmäßig stellt sich die Frage: Soll eine Fläche mit Wohnungen oder sozialer Infrastruktur bebaut werden? Oder passt eine gewerbliche Nutzung doch besser? Gerade in Köln, das in den nächsten Jahrzehnten um bis zu 200.000 Menschen wächst, treten diese Konfliktsituationen permanent zu Tage, wie auch an den aktuellen Diskussionen um neue Wohnungsbauflächen in der Stadt zu sehen ist.

Die SPD‐Fraktion hat am 28.6.16 im Rat die Einführung einer strategischen Stadtentwicklung und eines strategischen Flächenmanagements für Köln gefordert.

Die Verständigung über die strategischen Ziele der Stadtentwicklung mit Hilfe des strategischen Flächenmanagements ist ein geeignetes Werkzeug, um die Nutzung der Flächen in Köln nach unterschiedlichen Kriterien zu bewerten und eine Grundlage für die Lösung konkreter Konflikte zu bilden.

Ein Flächenmonitoring soll die Entwicklung bestimmter Flächen beobachten und überwachen. Um den vielfältigen und wachsenden Anforderungen gerecht werden, muss die strategische Stadtentwicklung die Bürger beteiligen.

Dazu Rafael Struwe, liegenschaftspolitischer Sprecher der SPD‐Ratsfraktion und Ratsherr aus Zollstock: „Bereits beim strategischen Flächenmanagementmuss es eine geeignete Bürgerbeteiligung geben. Nur so können frühzeitig Nutzungskonflikte erkannt werden. Bürgerinnen und Bürger sollen ihre Ideen frühzeitig einbringen können. So können wir widerstreitende Interessen zu einem Ausgleich führen und nachhaltige sowie in sich stimmige Lösungen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger und ihrer Stadt finden.“

Einbezogen werden sollen auch Empfehlungen des Deutscher Städtetags und des „Businessplan Industrie“ der Kölner Wirtschaft.

Der Rat hat sich der SPD‐Initiative mehrheitlich leider nicht anschließen können. Der zuständige Beigeordnete Höing hat in der Ratssitzung allerdings zugesagt, dem Ratsgremium einen Vorschlag für ein strategisches Flächenmanagement noch in diesem Jahr vorzulegen! Also doch ein Erfolg!

 

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