Wohnen

In den letzten Jahren beobachten wir, wie die Mietpreise in Zollstock in bisher nie dagewesene Höhen steigen. Dies betrifft sowohl den Bestand, als auch die neuen Wohngebiete (Vorgebirgsgärten, Zollstockhöfe).

Für uns ist Wohnen ein elementares Menschenrecht. Zollstock hat eine ausgewogene Sozialstruktur, die wir erhalten wollen. Auch Menschen mit niedrigerem Einkommen müssen hier eine bezahlbare und qualitativ hochwertige Wohnung finden oder behalten können.

Durch die gezielte Sanierung vorhandener Wohngebiete hat Zollstock sichtbar an Qualität gewonnen. Positive Beispiele sind unter anderem die Höninger Höfe oder die Siedlung Kröver Straße. Eine zusätzliche Verdichtung von Wohngebieten befürworten wir jedoch nur, wenn die Wohnqualität erhalten bleibt. Zu einem attraktiven Wohnen gehören ausreichend Luft, Licht und Sonne.

Wir begrüßen, dass sich in Zollstock zunehmend Universitätsinstitute ansiedeln. Auch die preiswerten Wohnmöglichkeiten für Studierende in den Wohnheimen des Kölner Studentenwerks sehen wir als eine Bereicherung für unseren Stadtteil.

Kinderbetreuung

Für Familien mit Kindern ist besonders wichtig ein passgenaues Angebot an KiTa-Plätzen und Schulen. Die Kinderbetreuung konnte auch dank der rot-grünen Ratsmehrheit in den letzten Jahren deutlich verbessert werden. Wir wollen uns mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die angebotenen Betreuungsplätze in KiTas und bei Tagesmüttern künftig dem vorhandenen Bedarf in Zollstock entsprechen und qualitativ hochwertig sind.

Einkaufen in Zollstock

Ein zentrales Thema für die Lebensqualität ist der Einzelhandel. Hier gibt es ein breites Angebot, das die Versorgung mit allen wichtigen Artikeln des täglichen Bedarfs ermöglicht. In letzter Zeit ist jedoch leider zu beobachten, dass immer mehr eingesessene Geschäfte ihren Betrieb aufgeben und den Filialen von großen Einzelhandelsketten oder sogenannten „Billigläden“ weichen. Wir setzen uns dafür ein, dass in Zollstock weiterhin ein breit gefächertes Angebot an Einkaufsmöglichkeiten besteht und der lokale Einzelhandel gestärkt wird.

Freizeit, Grün und Kultur

Zu einem lebenswerten Zollstock gehört auch das Angebot im Bereich Freizeit, Gastronomie und Kultur. Hier gab es in den letzten Jahren zahlreiche positive Entwicklungen durch engagierte Bürgerinnen und Bürger. Uns ist es wichtig, dass diese gefördert und politisch unterstützt werden.

Sicherheit und Sauberkeit sind unverzichtbar für ein lebenswertes Zollstock. Daher setzen wir uns für eine angemessene Präsenz von Polizei und Ordnungsamt genauso ein wie für regelmäßige Reinigung von Straßen, Plätzen und Parks.

Gerade der Vorgebirgspark bietet für Zollstock und auch angrenzende Stadtteile einen immensen Freizeit- und Erholungswert. Hier setzen wir uns insbesondere für die Sauberkeit ein und fordern eine bessere Ausstattung mit Papierkörben sowie ein hochwertiges Angebot an Parkbänken. Auf Initiative der SPD wurden bereits neue Abfallbehälter aufgestellt, aber wir werden uns weiter dafür einsetzen, die Situation zu verbessern.

Zollstock ist ein junger Stadtteil. Für viele Jugendliche sind allerdings die Freizeitmöglichkeiten unbefriedigend. Der Skate-Parcours auf der ehemaligen Kierberger Straße im Vorgebirgspark ist dabei ein erster Anfang. Eine wichtige Rolle in der Jugendarbeit kommt dem Jugendzentrum „Eichi“ zu. Hier setzen wir uns dafür ein, das Angebot künftig durch sogenannte „aufsuchende Jugendarbeit“ zu erweitern.

Verkehr

Wir setzen auf moderne Verkehrskonzepte, die öffentlichen Nahverkehr, motorisierten Individualverkehr und Radverkehr optimal miteinander vernetzen. Es geht uns nicht darum, verschiedene Verkehrsmittel gegeneinander auszuspielen, sondern attraktive Angebote zu schaffen, damit eine individuelle und umweltschonende Mobilität funktionieren kann.

Insgesamt ist Zollstock gut in das Kölner Verkehrsnetz eingebunden, ob mit dem öffentlichen Nahverkehr oder dem PKW. Dennoch gibt es im Alltag immer wieder Probleme und Ärgernisse vor der eigenen Haustür, auf dem Weg zur Arbeit oder in die Innenstadt. Zum einen gibt es ein großes Maß an Durchgangsverkehr, zum anderen ist die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr durch die KVB besonders wichtig. Die Linie 12 sollte zu Stoßzeiten auch am Samstag dichter getaktet fahren.

Für die Zukunft fordern wir die Verlängerung der Linie 13 über den Zollstockgürtel um damit im Süden eine Anbindung an die Nord-Süd-Stadtbahn zu erreichen. Zur kurzfristigen Verbesserung der Situation fordern wir für die Buslinie 130 einen dichteren Takt sowie eine Ausweitung des Betriebs bis in die späteren Abendstunden.

Linie 131: dichterer Takt, insbesondere in den Abendstunden. Bessere Pünktlichkeit.

Der Zollstocker Süden ist besonders vom Durchgangsverkehr von der bzw. zur Autobahn betroffen, insbesondere der Kalscheurer Weg und der Neue Weyerstraßer Weg. Hier fordern wir dringend ein befriedigendes Verkehrskonzept, das von Anwohnern, Verwaltung und Politik entwickelt werden muss.

Im Bereich des Kalscheurer Wegs fällt vor allem die mangelhafte Befestigung des Seitenstreifens sowie „wildes Parken“ durch LKW auf. Durch die Enge der Straße kommt es hier immer wieder zu gefährlichen Situationen für Radfahrer und Fußgänger Hier lässt sich Abhilfe schaffen durch ein LKW-Parkverbot und eine Befestigung des Seitenstreifens, damit dort legal geparkt werden kann, sowie durch Anlegen eines Radweges.

Generell machen wir uns für einen Ausbau von vorhandenen und das Anlegen neuer Radwegen stark. Insbesondere die Hauptstraßen müssen, nach dem Vorbild des Höninger Wegs, zukünftig für die Belange von Radfahrerinnen und Radfahrern gestaltet werden.

 

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